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Bericht aus der öffentlichen Gemeinderatssitzung vom 25. Juli 2018

Thomas Mahr (links) wurde als Nachfolger des ausscheidenden Gemeinderats Klaus Ullrich von Bürgermeister Bernhard Ruß vereidigt.

Ein Schmuckstück soll der neue Kreisel werden, der auf Sand als Korbmachergemeinde hinweist. Die ersten Planungen zur Gestaltung wurden am Mittwochabend dem Gemeinderat vorgestellt wurden.
Bürgermeister Bernhard Ruß erklärte, dass die langen Tradition des Korbflechthandwerks am Ufer des Mains mit Betrieben und Handel der „Sander Raser“ veranschaulicht werden soll. Im Entwurf ist ein Kunstwerk als Weidenflechtkorb mit einem Durchmesser von drei Metern in der Mitte des Kreisels sowie liegende Weidenbündel auf der Fläche vorgesehen. Hierfür scheiden aber Natur-Weidenhölzer aus, da diese nicht sehr witterungsbeständig seien, so der Bürgermeister. Angedacht ist eine Ausführung aus Stahl oder Kunststoff. Hierzu müssen aber erst noch Kostenvoranschläge und die Genehmigung des Straßenbauamtes Schweinfurt eingeholt werden.

Kreisgartenfachberater Guntram Ulsamer war in Vertretung für seinen Kollegen Johannes Bayer in der Sitzung anwesend und stellte eine mögliche Bepflanzung vor. In Nachbarschaft zu dem Korb sind Kopfweiden mit 60 bis 80 Zentimeter Stammhöhe vorgesehen. Gegenüberliegend sollen blaulaubige Gräser auf die Mainaue hinweisen. Eine trockenheitsverträgliche Staudenpflanzung wird flächig in das eingebrachte Schottersubstrat angepflanzt, um die dauerhafte Pflege zu erleichtern. Die Kosten für die Erd- und Pflanzarbeiten belaufen sich nach einer Schätzung von Johannes Bayer auf 15.500 Euro brutto. Die Kosten für das Kunstwerk in der Mitte des Kreisels sind darin nicht enthalten. Der Gemeinderat zeigte sich mit der Vorabplanung einverstanden und wird das endgültige Aussehen des Bauwerks in seiner nächsten Sitzung im September beschließen. Danach werden die Arbeiten ausgeschrieben, wobei ein Baubeginn im Frühjahr nächsten Jahres angedacht ist.

Der Gemeinderat Klaus Ullrich beantragte bereits Anfang Juli sein Ausscheiden aus dem Gremium aus familiären Gründen. Als Nachfolger wurde Thomas Mahr vereidigt, der seinerzeit 736 gültige Stimmen auf der Liste CSU/Freie Sander Wähler für sich verbuchen konnte. Bürgermeister Ruß bedauerte die Entscheidung Ullrichs, aber zeigte auch Verständnis für seine persönliche Situation. Seit 1996 gehörte Ullrich dem Gemeinderat und dem Bauausschuss an und war als Bauingenieur ein wertvoller und zuverlässiger Entscheidungsträger. Eine offizielle Verabschiedungsfeier wird zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

Roland Mahr sprach gefährliche Situationen sowohl für Fahrrad- als auch für Autofahrer an, die sich am Ende des Radweges von Knetzgau kommend oft zutragen. Hier wünscht sich der Gemeinderat eine Fahrbahnmarkierung oder eine optische Barriere für die Radfahrer, um sie auf das Ende ihres Weges hinzuweisen. Dritter Bürgermeister Paul Hümmer sprach in diesem Zusammenhang auch den Radweg am anderen Ende des Ortes an. Er hatte schon des Öfteren beobachtet, dass Fahrradfahrer von Limbach kommend ohne Rücksicht auf den übrigen Verkehr auf die Straße fahren. Bürgermeister Bernhard Ruß sagte dazu, dass von Limbach kommend bereits Schilder "Ende Radweg" und "Radfahrer bitte Straße benutzen" angebracht seien. Wenn dennoch jemand blind auf die Straße fahre, solle der Radfahrer auch den Kopf gebrauchen und nicht nur die Waden- und Oberschenkelmuskeln, so Ruß weiter. In Bezug auf den Radweg auf der Knetzgauer Seite will sich der Bürgermeister umgehend mit dem zuständigen Straßenbauamt Schweinfurt in Verbindung setzen, um auch hier eine Lösung zu finden.

Informativ teilte das Gemeindeoberhaupt noch mit, dass im Oktober seismische Untersuchungen der Universität Erlangen-Nürnberg auf dem Gebiet der Gemeinde stattfinden. Bei den Messungen, die zur Erforschung der Erdwärme dienen, gelangen drei Vibrationsfahrzeuge zum Einsatz. Diese bewegen sich auf Straßen und Wegen und nur, wenn es gar nicht anders geht, auf landwirtschaftlichen Flächen. Zur Messung halten die Fahrzeuge alle 100 Meter für einige Sekunden an und senden durch das Absenken einer Bodenplatte leichte Vibrationen in den Untergrund. Zur Registrierung der vom Untergrund reflektierten Wellen werden parallel entlang der Kabelmesslinien alle 50 Meter kleine Erdmikrophone in das Erdreich gesteckt, die durch Messkabel in der Messapparatur verbunden sind. Der Auf- und Abbau der Kabel erfolgt von Hand und zu Fuß. Die jeweiligen Messpunkte werden mit kleinen Holzpflöcken oder Sprühpunkten markiert, die farbig unterschieden werden. Die Messungen werden von einer Spezialfirma durchgeführt, die auch Kontakt zu den Grundstücksbesitzern und Pächtern wegen der Betretungsgenehmigungen und Entschädigungsregelungen aufnehmen wird.

Paul Hümmer macht noch darauf aufmerksam, dass die Sozialstation St. Hedwig in Eltmann noch zum 1. September diesen Jahres einen Ausbildungsplatz zu vergeben hat. Über 200 Einsätze fahren die Pflegefachkräfte jeden Tag, um Patienten zu Hause zu versorgen. Hierunter sind auch 50 Senioren aus Sand, ergänzte Hümmer.

Text und Bilder: Christian Licha