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29. Altmain-Weinfest

Wieder einmal bei herrlichem Sonnenschein wurde das 29. Altmain-Weinfest in Sand offiziell eröffnet. Nach dem traditionellen Empfang der Gemeinde auf dem Kirchplatz zogen die Ehrengäste, Kindergärten und Vereine unter den Klängen des Blasorchesters Sand zum Festplatz.

Warum haben die Sander fast immer schönes Wetter? Bürgermeister Bernhard Ruß zitierte scherzhaft bei seiner Eröffnungsansprache als Antwort darauf seine Oma: "Schlechte Leut' haben immer Glück" und ergänzte gleich darauf, dass die Sander aber tüchtige Leute seien und letzten Endes das Glück immer bei den Tüchtigen sei. Das Gemeindeoberhaupt freute sich unter den Festgästen Staatsministerin Dorothee Bär, Landrat Wilhelm Schneider und die Landtagsabgeordneten Steffen Vogel und Sabine Dittmar sowie Weinbaupräsident Artur Steinmann begrüßen zu können. Dorothee Bär hatte auch eine Überraschung parat, in dem sie ihre siebenjährige Tochter Charlotte als zukünftige Weinprinzessin vorstellte. Die Schülerin träumt nämlich davon, auch mal eine Krone zu tragen und den Rebensaft repräsentieren zu können. Und so trug die junge Dame äußerst gekonnt den ersten Trinkspruch ihres Lebens vor. Begleitet wurde die Ministerin an diesem Tag von Elisabeth Niejahr, der Chefredakteurin der "Wirtschaftswoche". Das Magazin plant ein Porträt über die Politikerin zu bringen, in dem sicherlich auch das Altmain-Weinfest Erwähnung finden wird.

Mehr Erfahrung in ihrem Amt haben dagegen bereits die Weinprinzessinnen, die in Sand zu Hause sind. Anna-Lena Gottschalk war bei ihrem Grußwort der Meinung, dass das Weinfest von Jahr zu Jahr schöner werde. Ausdrücklich dankte sie allen ehrenamtlichen Helfern, ohne die so ein Event gar nicht auf die Beine zu stellen wäre. Elisabeth Goger als Vertreterin des Abt-Degen-Weintals hatte auch einen passenden Spruch parat: "Wein ist keine anonyme Angelegenheit. Jeder Wein hat seine Heimat und unsere ist besonders schön". Das konnten auch die rund 30 Weinprinzessinnen aus dem ganzen Franken bestätigen, die auch dieses Jahr wieder gerne in die Winzer- und Korbmachergemeinde gekommen sind. Auch durfte der Zeiler "Abt Degen", dargestellt von Richard Schlegelmilch und die neue Sander Weidenkönigin, Lina Krines, natürlich nicht fehlen. Pfarrer Michael Erhart, dem man mit einem verbundenen Arm und einem Pflaster auf der Nase ansah, dass er nicht ganz freiwillig von seinem Motorrad abgestiegen ist, nahm das Missgeschick gelassen und hatte auch einen passenden Trinkspruch auf Lager: "Nun hab ich im Gips die Hand, ausgerechnet beim Weinfest in Sand, doch heißt es nicht, dass ich nichts trinke, ich nehme halt die Hand, die Linke".

Gut 40 Mädchen und Buben aus den Kindergärten St. Nikolaus und St. Martin hatten wieder das fröhliche Weinfestlied einstudiert, das sie mit Unterstützung ihrer Erzieherinen zum Besten gaben. Das Blasorchester Sand und dessen Jugendkapelle umrahmte musikalisch die Eröffnung.

Bereits während den ersten drei Festtagen zog es Zehntausende weinselige Besucher nach Sand. Einen fabelhaften Auftakt legten am Freitag die "Partyfürsten" hin. So richtig fränkisch war dann der Samstagabend mit der Partyband "Bassd SchO". Die Profimusiker aus der Fränkischen Schweiz verwandelten den ganzen Festplatz in eine einzige Partymeile. "Die Jungen Zillertaler" aus Österreich und bekannt aus Funk und Fernsehen zogen dann am Sonntag auch wieder Tausende Besucher in ihren Bann und feierten mit ihnen bis tief in die Nacht. Neben sage und schreibe über 50 Sorten Wein, Secco und Frankensekt konnten die Genießer auch neue kulinarische Köstlichkeiten, wie zum Beispiel Pulled Pork Burger oder BBC Spareribs probieren.

Außer den, für diese Menschenmassen üblichen, kleineren Zwischenfällen, wie Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Gästen, konnte ein relativ "normales" Wochenende verzeichnet werden. Für die ehrenamtlichen Bereitschaften des Roten Kreuzes war es wieder einmal die größte Absicherung eines Festes im Jahresverlauf. Auch die Freiwillige Feuerwehr Sand und die Wasserwacht Sand/Zeil sorgten zusammen mit Einheiten der Polizei und zweier Security-Unternehmen für ein sicheres Vergnügen. Die Lage an den den Eingängen, an denen seit letztem Jahr eine Sicherheitspauschale als Eintritt verlangt wird, hat sich ebenfalls entspannt. Der Vorsitzende des Organisationskomitees, Roland Mahr, sagte: "Wir haben aus den letztjährigen Erfahrungen gelernt und zusätzliche Kassen aufgestellt." Damit gehörten außerordentlich lange Warteschlangen weitgehendst der Vergangenheit an.

Text und Bilder: Christian Licha