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Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

dass Sand eine so lebens- und liebenswerte Gemeinde ist, hängt nicht zuletzt mit dem starken Engagement der Bürgerinnen und Bürger in den Vereinen zusammen. So entstehen vielfältige Kontakte bis hin zu Freundschaften und ein Freizeitangebot, das sich für eine Gemeinde mit gut 3000 Einwohnern mehr als sehen lassen kann.

Eine Sonderstellung - ohne andere Vereine zurücksetzen zu wollen - nimmt die Feuerwehr ein. Sie erfüllt eine Pflichtaufgabe der Gemeinde. Aus diesem Grund ist auch der Bürgermeister der Gemeinde der Dienstherr der örtlichen Feuerwehr.

In der letzten Sitzung des Gemeinderates hatte die neue örtliche Feuerwehrführung die Möglichkeit sich dem Gemeinderat und den Zuhörern der Sitzung zu präsentieren. Dass die Zahl der Gäste diesmal etwas größer als sonst war, hing damit zusammen, dass die Sander Floriansjünger ihren beiden Kommandanten in Zugstärke den Rücken stärkten.

1. Kommandant Andreas Winkler und stellvertretender Kommandant Benjamin Altmannsberger nutzen die Gelegenheit, um sich und ihr Team zu präsentieren sowie ihre Vorstellungen, wie die Feuerwehr in den kommenden Jahren aufgestellt sein soll. Andreas Winkler hat zu Beginn des Jahres 2017 die Führung der Sander Wehr übernommen, nachdem Lothar Mühlfelder nach 24 Jahren aus Altersgründen nicht mehr für eine weitere Amtszeit antreten durfte. Lothar Mühlfelder ist inzwischen zum Ehrenkommandanten ernannt worden.

Dass die Führungskräfte der Feuerwehr auf eine klare Ansage und die Präsentation von Sachverhalten getrimmt sind, zeigten die beiden Kommandanten. Zunächst präsentierten sie den Aufbau der Wehr mit dem Bürgermeister an der Spitze und den beiden Kommandanten. Danach folgen die Gruppenführer. Diese sind: Benjamin Krines, Johannes Krines, Matthias Krines, Stefan Krines, Christian Lorz, Wolfgang Löser, Sascha Österling, Fabian Rippstein und Frank Winkler.

Mit 53 Aktiven, davon zehn Frauen, ist die Feuerwehr gut aufgestellt. Auch der Nachwuchs steht schon in den Startlöchern. 24 Feuerwehranwärter (12 bis 18 Jahre), darunter neun Mädchen, leisten ab dem 16. Jahr eingeschränkten Einsatzdienst. Drei Mädchen und neun Buben von sechs bis zwölf Jahren sind bei der Kinderfeuerwehr mit Feuereifer dabei.

16 weitere Ehrenamtliche engagieren sich bei den First Respondern, die sich in Sand fest etabliert haben und schon oft erste Hilfe geleistet haben, bevor der ärztliche Notdienst eingetroffen ist. Im letzten Jahr sind sie allein bei 184 Einsätzen ausgerückt. Bei 1308 geleisteten Einsatzstunden (13 Technische Hilfeleistungen, 184 First Responder, 8 Brände, 6 Sicherheitswachen, 33 sonstige Tätigkeiten) waren die Feuerwehrleute gut ausgelastet. Dazu kommen noch Ausbildungsstunden und Leistungsprüfungen.

Darüber hinaus leistet die Feuerwehr noch zusätzliche freiwillige Leistungen. So übernimmt sie Brandschutzerziehung in Schule und Kindergärten, berät bei Insektenbefall, bei der Feuerbeschau der Gemeinde sowie der Anschaffung von Rauchmeldern. Den Bauhof unterstützt sie bei größeren Wasserrohrbrüchen und der Absicherung bei Baumfällarbeiten. Auch bei Veranstaltungen (Faschingszug, Festzügen, Maibaum-, Kirchweihbaumaufstellen), Prozessionen usw. übernimmt sie die Verkehrssicherung. Sonderaufgaben erfüllt die Sander Wehr im Rahmen der Ölwehr des Landkreises Haßberge, des Ölwehrkontingents der Regierung von Unterfranken und als Katastrophenschutzeinheit des Bundes.

Für ihre verantwortungsvolle und gefährliche Aufgabe müssen die Männer und Frauen mit der entsprechenden Schutzkleidung ausgestattet sein. Die jetzige Schutzkleidung ist teilweise bis zu 20 Jahre alt und verschlissen. Außerdem wird sie den aktuellen Sicherheitsanforderungen nicht mehr gerecht. Der neue Einsatzanzug mit Überhose, der alle Anforderungen für die Sander Wehr erfüllt, kostet rund 900 Euro je Satz und ist daher vergleichsweise recht preiswert zu beschaffen ist. Insgesamt wird sich dennoch ein Betrag von rund 45.000 Euro ergeben. Die Notwendigkeit, die Kleidung zu erneuern, ist unbestritten. Einzelheiten dazu werden in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen entschieden.

Ebenso ist der Fuhrpark der Feuerwehr in die Jahre gekommen und teilweise reif fürs Museum Aktuell wird der Kommandowagen aufgrund seiner Mängel nicht mehr durch den TÜV kommen und eine Reparatur würde sich bei dem sehr alten Auto nicht mehr lohnen. Deshalb ist geplant, ein neues Mehrzweckfahrzeug anzuschaffen, das auch zur Einrichtung einer Führungsstelle im Einsatz nützlich ist. Die Kosten für das Fahrzeug der Marke Ford belaufen sich auf rund 63.000 Euro. Dafür würde es Zuschüsse in Höhe von 17.000 Euro geben, so dass ein Anteil der Gemeinde gut 46.000 Euro betragen würde.

Die Feuerwehr Ermershausen wird voraussichtlich das gleiche Fahrzeug beschaffen, so dass bei einer gemeinsamen Bestellung noch ein zusätzlicher Rabatt möglich sei. Einstimmig wurde der Beschluss gefasst, die Verwaltung zu beauftragen, einen Zuschussantrag bei der Regierung von Unterfranken zu stellen. Die Auftragsvergabe erfolgt dann durch den Gemeinderat nach Vorlage konkreter Angebote und des Förderbescheides. Für die Jahre 2021/ 22 und 2023/ 24 müsste außerdem eine Neuanschaffung eines Hilfeleistungsfahrzeuges bzw. eines Tanklöschfahrzeuges eingeplant werden.

Zur Förderung des Gemeinschaftsgeistes der Truppe, aber auch zur finanziellen Entlastung der Gemeinde bei Anschaffungen, hat sich der Feuerwehrverein entwickelt. Derzeit wird er von Dominik Weinhold (1. Vorsitzender) und Fabian Rippstein (2. Vorsitzender) geführt. Der Verein besteht aus 267 aktiven, passiven und fördernden Mitgliedern. Der Feuerwehrverein unterstützt nicht nur die Jugend- und Kindergruppe, sondern leistet auch finanzielle Unterstützung wie z.B. Anschaffung einer Verwaltungssoftware (400 Euro), Ausbildungsmaterial (800 Euro), Zuschuss für Einsatzstiefel (ca. 1.200 Euro), Ausgehuniformen (ca. 2.700 Euro), Unterhaltung der First Responder (ca. 2.000 Euro jährlich).

Sowohl die beiden Kommandanten als auch die beiden Vorsitzenden des Feuerwehrvereins sind junge engagierte Männer, die dafür Sorge tragen, dass der Brandschutz und die technische Hilfeleistung im Ort gewährleistet sind und dass die Investitionen in Gebäude (zuletzt die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses 2014), Schutzkleidung und Fahrzeuge sinnvoll und zukunftsträchtig angelegt sind. Unterstützt werden sie dabei tatkräftig von einer jungen und motivierten Truppe.

Die Sander Feuerwehr ist gut aufgestellt und dank einer seit Jahrzehnten hervorragenden Jugendarbeit auch für die kommenden Jahre bestens gerüstet. Darauf können alle Verantwortlichen stolz sein.

Mit freundlichen Grüßen

Bernhard Ruß
1. Bürgermeister