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Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

die Arbeiten zum barrierefreien Zugang zum Rathaus sind abgeschlossen. Am 7. April wurde wieder eine Trauung im Ratssaal der Gemeinde abgehalten, am 19. April hat der Gemeinderat wieder in vertrauter Umgebung getagt. Damit nimmt alles im Rathaus seinen geregelten Gang, nachdem die Verwaltung bereits im Februar ihr Übergangsdomizil in den Klassenzimmern im Untergeschoss verlassen hatte und wieder in ihre alten Räume zurückgekehrt war.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei Pfarrer Erhart und der Pfarrei bedanken, die ihren Pfarrsaal für Sitzungen des Gemeinderates und Trauungen zur Verfügung gestellt haben. Hier hat sich einmal mehr das gute Verhältnis zwischen der Kirchen- und der politischen Gemeinde gezeigt. Man schätzt sich nicht nur, sondern man hilft sich auch gegenseitig.

Die gravierendsten Änderungen beim Umbau waren die Auffahrtsrampe vor dem Rathaus, die Aufzugsanlage auf der Nordseite des Gebäudes, der komplett umgestaltete Empfangsbereich im ersten Stock und der Zugangsbereich vom Aufzug in den Sitzungssaal. Eine deutliche Aufwertung hat das Treppenhaus erfahren, das durch die Glaselemente der Türen und die Ausgestaltung mit hellen Fliesen und hellem Putz viel freundlicher und einladender wirkt.

Die Auffahrtsrampe am Haupteingang war erforderlich geworden, weil bis zum Eingangsbereich im Untergeschoss der Verwaltung ein Höhenunterschied von rund 60 Zentimeter überwunden werden musste. Der Zugang zu der Rampe wurde bewusst von der Seite gewählt, damit die Anlage nicht zu weit in den Platz hineinreicht und die Fußgänger, die nicht in das Rathaus wollen, auf dem vorhandenen gesägten Pflaster ohne größeren Umweg weiterlaufen können.

Etwas aufwändig war die Versetzung der vorhandenen Steingesimse der Eingangstüre. Der Aufwand hat sich jedoch gelohnt, da der Eingangsbereich dadurch hervorgehoben bleibt und die Proportionen der Gebäudefront gewahrt wurden. Entfallen musste hingegen die bronzeüberzogene massive Eingangstüre. Sie musste einer Glastüre weichen, die elektrisch geöffnet und geschlossen werden kann und die aus Sicherheitsgründen transparent sein muss, ebenso wie die zweite Türe im Eingangsbereich, die dafür sorgt, dass sich ein Windfang ergibt und im Winter die Kaltluft nicht in das ganze Gebäude strömt.

Im Bereich der ehemaligen öffentlichen Toilette wurde der Zugang zum Aufzug geschaffen, der in das erste und zweite Obergeschoss führt. Dazu musste die bisherige Toilettenanlage in Richtung Schule verschoben werden. Dort wurde ein nicht mehr benötigter Lagerraum umgebaut und durch das Zurücksetzen der Verbindungstüre zur Schule der erforderliche Vorraum geschaffen. Bei der Toilettenanlage wurde das Damen-WC barrierefrei gebaut und ausgestattet, so dass es auch von Rollstuhlfahrern genutzt werden kann.

Im Untergeschoss der Verwaltung wurde ein neuer Technikraum eingerichtet. Zudem wurde eine Wartenische eingebaut, damit so viel Beinfreiheit geschaffen wird, dass Personen mit Rollstuhl, Rollator, aber auch Kinderwagen kollisionsfrei den engen Gang passieren können.

Gewöhnungsbedürftig sind noch die Tastschalter mit denen die Türen elektrisch geöffnet werden. Sie befinden sich
• beim Eintritt in das Rathaus unterhalb der Info-Tafel,
• für den Zugang zur Verwaltung im Untergeschoss neben der Eingangstüre,
• beim Verlassen des Rathaus vor der Glastüre,
jeweils auf der rechten Seite.

Beim Verlassen der Verwaltung im Untergeschoss befindet sich der Tastschalter auf der linken Seite vor der Eingangstüre zum Einwohnermeldeamt (früher Frau Henfling, jetzt Frau Mahr).

An die Türdrücker muss man sich etwas gewöhnen, weil sie niedriger als sonst üblich sind. Sie müssen jedoch auf einer solchen Höhe angebracht werden, dass sie auch für Rollstuhlfahrer erreichbar sind.

Völlig neu präsentiert sich der Eingangsbereich im 1. Stock, besonders dann, wenn man mit dem Aufzug hochfährt. Der Zugang vom Aufzug befindet sich im Bereich des ehemaligen Sekretariats. Die Mauern wurden abgebrochen ebenso wie die bisherige Personaltoilette. Dafür entstand ein offener Thekenbereich, der hell und freundlich gestaltet ist und den alten langen schmalen Gang vergessen lässt.

Im Besprechungszimmer wurde eine neue Schrankwand eingebaut, der ehemalige Ratstisch überarbeitet, neue Stühle angeschafft, eine neue Beleuchtung installiert und der Parkettboden abgeschliffen und versiegelt.

Im Sitzungssaal musste für den Aus- und Einstieg des Aufzuges eine Gaube umgearbeitet werden. Da für diesen Bereich der Boden angepasst werden musste, wurde der ramponierte Parkettboden mit überarbeitet. Außerdem wurden die Wände neu gestrichen.

Die Kosten für die gesamte Umbaumaßnahme beliefen sich auf rund 520.000 Euro; davon gingen 474.000 Euro auf den geförderten barrierefreien Umbau, 13.000 Euro auf das Besprechungszimmer, 27.000 Euro für Verschönerungsarbeiten im Sitzungssaal, im Treppenhaus und im Schulbereich. Dazu kommen noch rund 6.000 Euro Mehraufwand für Architektenleistung.

Die Umbauarbeiten im laufenden Betrieb waren nicht immer einfach. Für das Verständnis während dieser Zeit möchte ich mich bei den Bürgerinnen und Bürgern, aber auch den Gemeindebediensteten für die Geduld und das Verständnis bedanken. Mein Dank gilt den Handwerkern, die trotz voller Auftragsbücher und anderer wartender Bauherren die Arbeiten gewissenhaft ausgeführt haben. Danken darf ich auch dem Architekten Jürgen Rebhan, der nicht nur die Planung erstellt und die Antragsunterlagen aufbereitet hat, sondern auch immer dafür gesorgt hat, dass die Arbeiten koordiniert und vorangetrieben wurden.

Hilfreich waren dabei die Anregungen aus der Verwaltung, die nicht nur praktische Tipps für die Ausgestaltung der Bürobereiche, sondern auch zur Gestaltung enthielten. Es war wie daheim auch: Dass manchmal noch ein bisschen mehr gemacht wurde, damit nicht nur die Funktion, sondern auch die Optik zum Tragen kam, war dem weiblichen Teil des Personals zu verdanken. Auch für diese Anregungen meinen herzlichen Dank. Nicht vergessen möchte ich die alte Bundesregierung - die viel gescholtene GroKo - , die mit dem Kommunalen Investitionspakt (KIP) ein Förderprogramm auf den Weg gebracht hat, das der Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 308.000 Euro für den förderfähigen Teil eingebracht hat.

Mit dem barrierefreien Zugang wurde ein wertvoller Beitrag geleistet, damit Menschen mit Handicaps am sozialen Leben teilnehmen können. Gerade bei Trauungen war mancher Seufzer zu vernehmen bis die letzte Treppenstufe erklommen war, um an der Hochzeit der Enkel oder Urenkel teilnehmen zu können. Wichtig war auch, dass der Eingang an der Vorderseite des Rathauses verblieb, auch wenn diese aufwändiger und somit teurer war. In Sand soll jeder zum Haupteingang in das Rathaus gelangen, egal wie mobil er ist.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Bernhard Ruß
1. Bürgermeister