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Der künftige Aufzug schwebt schon mal ein

Millimeterarbeit leisteten die Arbeiter, als sie am Montag das Gerüst für den Aufzug montierten. Der Lift wird das Sander Rathaus barrierefrei machen.
Nicht so ganz eine halbe Million Euro, genau gesagt 430 000 Euro, kostet der Rathausumbau, der dank des KIP möglich wurde. KIP heißt Kommunales Investitionsprogramm und ermöglicht zum einen Verbesserungen in den Verwaltungen, vor allen Dingen aber Teilhabe: Öffentliche Gebäude werden barrierefrei, indem Rollstuhlauffahrten gebaut werden - oder eben Aufzüge. Ein solcher kommt auch an die Rückseite des Sander Rathauses. Und damit der schön auf und ab fahren kann, braucht er einen Schacht. Das Gerüst für den Schacht ist aus Stahl und wurde am Montagvormittag mit Hilfe eines massiven Autokrans über das Rathausdach geliftet, um es an die Rückseite des historischen Gebäudes anzupassen.

1911 wurde das Sander Rathaus errichtet, 1962 baute man daran die Schule an. Verwaltung und Schule leben seither in Sand quasi in Symbiose. Momentan sind die beiden obersten Stockwerke (erster Stock und Dachgeschoss) leergeräumt, die Gemeindeverwaltung ist umgezogen in einige Räume der Schule. Dafür ist man in der Schule und in der Mittagsbetreuung ein wenig enger zusammengerückt. Geht schon.

Bürgermeister Bernhard Ruß und Norbert Böhm von der gemeindlichen Bauverwaltung zeigen den künftigen "Empfangsraum" der Verwaltung gerne: Noch ist es hier dunkel, weil mit Brettern vernagelt, doch bald wird hier Licht durchfluten. Der Aufzug ist aus Stahl und Glas, ein großes Fenster ist in dem Raum, der auch durch den Abbruch einer kleinen Toilette an dem Platz entstanden ist, an dem sich früher das gemeindliche Sekretariat befand.

Hier werden die Bürger in Zukunft an einem neuen Thekenbereich auch wieder das Verwaltungspersonal finden und vor allen Dingen Hilfe, in welche Richtung sie sich wenden sollen. Aus dem Aufzug kann man ganz bequem in diesen Empfangsraum gelangen: barrierefrei.

Der Weg bis dahin dauert noch ein wenig, denn wie Bürgermeister Bernhard Ruß erklärte, nutzte man vorrangig die Ferienzeiten für die Hauptumbauarbeiten. In den kommenden Wochen werden die Arbeiter den Aufzug montieren, beschreibt Volker Kettner, der Projektleiter des Herstellers, Schmitt & Sohn Aufzüge aus Coburg, die nächsten Schritte. Montiert wurde jetzt erst einmal das Gerüst für den Aufzugschacht. Es besteht aus zwei Teilen (Gewicht unter 800 Kilogramm), die miteinander in der Mitte verschraubt werden. Der Aufzug selbst besteht aus jeder Menge kleiner Einzelteile inklusive eines Elektromotors. "Die Jungfernfahrt übernehmen bei uns die Monteure", geht Kettner auf einen Scherz ein. Seine Firma hat gut zu tun. KIP beschert viele Aufträge, weil viele Kommunen ihre Rathäuser in Sachen Barrierefreiheit auf Vordermann bringen.

Der Aufzug am Sander Rathaus kann acht Personen transportieren oder einen Rollstuhlfahrer mit Begleitperson. Er hat eine Traglast bis zu 630 Kilogramm. Bürgermeister Bernhard Ruß ist zufrieden und kommentiert: "Das ist mehr als ein Aufzug." Die Verwaltung wird mit dieser Einrichtung einfach bürgerfreundlicher.

Bericht und Bilder: Brigitte Krause, Fränkischer Tag