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Sander Ministranten pflanzen Obstbäume

Um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten pflanzten die Ministrant(inn)en der Pfarrgemeinde Sand auf einen Grundstück der Gemeinde zwanzig Obstbäume. Unterstützt wurde die Aktion im Rahmen von „Plant oft he Planet“ von Günter Lieberth vom UBIZ sowie von Bürgermeister Bernhard Ruß (6. und 7. von links). Rechts hinten Herbert Reuß vom Bauhof der Gemeinde.

Die Sanderin Miriam Zettelmeier sah in einem Vortrag des UBIZ einen Film über die Aktion „Plant fort he Planet“ sowie über dessen Initiator Felix Finkenbeiner und nahm dies als Anregung, sich an dieser weltweiten Baumpflanzaktion zu beteiligen. Als Oberministrantin spannte sie die Schar der Sander Ministranten mit ein, die die Idee begeistert aufgriff. Am vergangenen Samstag pflanzten die Sander Ministrantinnen und Ministranten nun zwanzig Obstbäume und leisteten damit einen Beitrag zum Klimaschutz.
Im Rahmen der Baumpflanzaktion bedankte sich Miriam Zettelmeier bei der Gemeinde Sand, die ein passendes Grundstück zur Verfügung stellte und beim gemeindlichen Bauhof, der für die Baumpflanzaktion schon die Pflanzlöcher vorbereitet hatte. Ein weiterer Dank galt dem Club „Sander Franzosen“, der als Sponsor mit dazu beitrug, dass die Obstbäumchen angeschafft werden konnten. Einen Großteil für den Kauf der Obstbäume hatten die Ministranten jedoch selbst durch den Verkauf von Kaffee und Kuchen aufgebracht. Jedes gepflanzte Obstbäumchen hat nun einen Ministranten/in als Paten, der oder die sich um „ihren“ Baum kümmern wird und die später auch die Früchte des Baumes ernten dürfen.
Bürgermeister Bernhard Ruß fand die Baumpflanzaktion beispielhaft. „Ganz oben in der Politik wird über die Klimaerwärmung meist nur palavert. Die Aktion der Ministranten offenbart dagegen, dass sich die Jugendlichen selbst Gedanken wegen des Klimawandels machen. Wie ihr Einsatz zeigt, sind sie bereit etwas dagegen zu tun, um ihren Lebensbereich auch in Zukunft lebenswert zu halten. Wir von der Gemeinde haben das Grundstück in Ortsnähe gerne zur Verfügung gestellt, um die lobenswerte Aktion der Jugendlichen zu unterstützen“, so Bürgermeister Ruß.
Maria Zettelmeier, die Mutter der Baumpflanz-Initiatorin Miriam Zettelmeier fügte hinzu: „Ich finde es wahnsinnig toll, dass sich unsere Ministranten der Baumpflanzaktion „Plant fort he Planet“ von Felix Finkenbeiner anschließen. Ich hoffe, sie findet überall im Landkreis und darüber hinaus viele Nachahmer“.
Günter Lieberth, Energieberater im UBIZ, ging näher auf die Schülerinitiative „Plant fort the Planet“ ein, die im Jahr 2007 ins Leben gerufen wurde. Angefangen hat alles mit einem Schulreferat des in der Nähe von München wohnhaften damals neunjährigen Felix Finkenbeiner. Inspiriert von Wangari Maathai, die in Afrika in 30 Jahren 30 Millionen Bäume pflanzte, hat er mit der Gründung von „Plant-for-the-Planet“ eine globale Bewegung mit einem großen Ziel angestoßen. Um die Klimakrise zu bekämpfen, sollten auf der ganzen Welt Bäume gepflanzt werden. Felix Finkenbeiner hatte die Vision, dass Kinder in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen könnten und so auf eigene Faust einen CO2-Ausgleich schaffen, während die Erwachsenen nur darüber reden. Denn jeder gepflanzte Baum entzieht der Atmosphäre pro Jahr ca. 10 kg CO2 und produziert dafür lebensnotwendigen Sauerstoff. Felix Finkenbeiner trug seine Idee von „Plant-for-the-Planet“ in die Welt. Er sprach auf wichtigen Umwelt- und Klimaveranstaltungen, z. B. vor dem europäischen Parlament und präsentierte sich als Botschafter für Klimagerechtigkeit auf der UNEP Kinder- und Jugendkonferenz in Südkorea sowie auf ganz großer Bühne vor den Vereinten Nationen in New York.
Heute sind über 100.000 Kinder weltweit für „Plant-for-the-Planet“ aktiv. Nur drei Jahre nach Gründung der Aktion pflanzten die Kinder in Deutschland den millionsten Baum. Das große Ziel ist es, weltweit 1.000 Milliarden Bäume zu pflanzen und eine Million Kinder als begeisterte Botschafter für Klimagerechtigkeit zu gewinnen. Unter dem Motto: „Wir wollen unsere Zukunft sichern“ zählen die Ministrantinnen und Ministranten der Pfarrgemeinde Sand nun dazu.
Indem die Kinder jeden Baum zu einem Symbol für Klimagerechtigkeit erklären, verbinden sie Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit miteinander. Unterstützt wird die „Plant-for-the-Planet“-Organisation von namhaften Firmen der Süßwarenindustrie. Zum Beispiel hat der Schweizer Schokoladenhersteller Chocolats Halba eine eigene fair gehandelte klimaneutrale Schokolade aufgelegt. Je verkaufter Tafel dieser Schokolade fließen 0.20 € an „Plant-for-the-Planet“. Für fünf verkaufte Tafeln wird ein Baum gepflanzt.