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Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

„20 Jahre sind erklommen. Viele Kinder sind hier her gekommen. Von ganzen Herzen wünschen wir, dem Kindergarten St. Martin gratulieren wir“, sangen die Kinder zu Beginn der Feierstunde zum 20-jährigen Bestehen ihres Kindergartens. Von Diakon Bernhard Trunk wurden sie dabei am Schifferklavier begleitet. Kindergartenleiterin Birgit Braun (3. von rechts) ging in ihrer Ansprache auf die Entwicklung des Kindergartens St. Martin ein.

Kinder, wie die Zeit vergeht! 20 Jahre ist es schon wieder her, dass der Kindergarten „St. Martin“ seine Pforten geöffnet hat. Mit einer kleinen Feierstunde bei ihrem „Oktoberfest“, haben Kinder, Eltern, Personal und Bürgerinnen und Bürger am Sonntag, 15. Oktober, daran erinnert.
Die Verantwortlichen wurden für ihren Mut belohnt, ihr „Oktoberfest“ im Garten des Kindergartens abzuhalten: Die Sonne strahlte mit den Kindern und den Gästen um die Wette. Den Bieranstich durfte ich vornehmen. Für die großen Gäste gab es Weißwurst und Leberkäs und andere Spezialitäten; für die Kinder stand eine Spielstraße zur Verfügung.

Die Feierstunde wurde mit einem Lied der Kindergartenkinder eröffnet. Begleitet wurden sie dabei von Diakon Bernhard Trunk am Schifferklavier. Im Anschluss daran blickte Kindergartenleiterin Birgit Braun auf die 20 Jahre des Kindergartens „St. Martin“ zurück. Wie in einer Achterbahn habe es ein stetiges Auf und Ab gegeben. Doch die fröhlichen Momente und die besonderen Ereignisse hätten überwogen.

Frau Braun erwähnte weiter, dass in den zurückliegenden 20 Jahren immerhin rund 460 Kinder, das sind etwa fünfzehn Prozent der Sander Einwohnerschaft, im Kindergarten „St. Martin“ betreut wurden. Zum Abschluss ihrer Rede dankte sie dem Trägerverein ebenso wie der Gemeinde Sand. In diesem Dank schloss sie die Elternbeiräte und die Eltern sowie die Freunde und Gönner mit ein, denn „ohne die Unterstützung der Genannten ginge gar nichts“, so Birgit Braun.

Als Gratulanten überbrachten Diakon Bernhard Trunk für den Caritas-Kindergartenverein „St. Nikolaus“ der Träger der Einrichtung ist und die Leiterin des Kindergartens „St. Nikolaus“ die herzlichsten Glückwünsche. Für die Gemeinde, die für Bedarfsplanung und die Bereitstellung von Kindergartenplätzen verantwortlich ist und die den Kindergarten „St. Martin“ errichtet hat, habe ich ebenfalls herzlich gratuliert und mich drüber erfreut gezeigt, „dass sich der Kindergarten „St. Martin“ in den 20 Jahren seines Bestehens so prächtig entwickelt hat“. Vor 20 Jahren seien lange Diskussionen geführt und Weichenstellung vorgenommen worden. Die Entscheidung für einen Neubau anstatt einer Erweiterung des bestehenden und auch der gewählte Standort hätten sich im Nachhinein als richtig erwiesen.
Es war vor 20 Jahren keine einfache, aber ein richtige Entscheidung einen zweiten Kindergarten in unserer Gemeinde zu bauen. Danach hatte es allerdings lange nicht ausgesehen, denn die katholische Kirchstiftung und Gemeinde verfolgten seit 1987 eine Erweiterung des bestehenden Kindergartens „St. Nikolaus“ um eine vierte Gruppe.


Neue Töne aus Sand
Mit meinem Amtsantritt im Jahre 1993 wurden die Weichen in Richtung eines weiteren Kindergartens neu gestellt. „Das sind neue Töne aus Sand“, erklärte die zuständige Abteilungsleiterin bei der Regierung von Unterfranken dazu. In der Vergangenheit habe es immer geheißen, der Raum sei ausreichend für die kommenden Jahre.

In der Gemeinderatsitzung vom 14. Juni 1994 wurde der Antrag der Katholischen Kirchenstiftung auf Umbau und Erweiterung des bestehenden Kindergartens abgelehnt und die Planung eines weiteren zweizügigen Kindergartens mit einer möglichen Erweiterung an einem anderen Standort beschlossen.
Heftige Diskussionen in der Öffentlichkeit und im Gremium löste die Frage des Standortes des neuen Kindergartens aus. Zur Auswahl standen der Spielplatz „Am Dornbusch“ und der jetzige Standort in der Friedhofstraße. Die Entscheidung dazu fiel in der Sitzung am 27. Juli 1994. Im Protokollbuch der Gemeinde ist dazu vermerkt: „Im Gremium sind die Ansichten geteilt. Die CSU-Fraktion tendiert mit Ausnahme von Gemeinderat Selig mehr zu dem Standort „Am Dornbusch“, die Fraktion von der SPD-Sander Bürgerliste bevorzugt den Standort am Friedhof. (Anmerkung: Die Freien Sander Bürger waren damals noch nicht im Gemeinderat vertreten.) Es entspannt sich nun eine längere Diskussion, an der sich fast alle Gemeinderäte beteiligen und bei der jeder Gemeinderat seine Begründung für einen vorgeschlagenen Standort vorträgt.“ Mit 7:5 Stimmen - der Gemeinderat bestand damals nur aus 14 Mitgliedern und dem Bürgermeister, drei Gemeinderäte fehlten - fiel die Entscheidung denkbar knapp aus.

Vermutlich wegen dieser Entscheidung war Jahre lang bei „St. Martin“ vom SPD-Kindergarten die Rede. Was natürlich ein Unsinn war, denn Betreiber des Kindergartens war der Nikolausverein mit Pfarrer Bernhard Strohmenger als Vorsitzenden und Clemens Scheuring als Stellvertreter. Der Trägerverein hat das Personal eingestellt und die erzieherischen Inhalte bestimmt.
Geplant wurde der Neubau durch das Bamberger Architektenbüro Jungkunst und Partner. Diese brachten es fertig, nicht nur einen optisch schönen Kindergarten zu errichten, sondern auch exakt mit den förderfähigen Flächen auszukommen. Der Kindergarten ist für zwei Gruppen gebaut und planerisch für die Erweiterung um eine dritte Gruppe ausgelegt.
An der Errichtung des Gebäudes waren die Sander Firmen Ullrich Bau (Rohbau, Außenanlagen) und Schreinerei Krines beteiligt. Die Baukosten betrugen 726.753 Euro, der staatliche Zuschuss belief sich auf 278.142 Euro.

Der Kindergartenbetrieb wurde zum 1. September 1997 für das Kindergartenjahr 1997/98 aufgenommen. Offiziell eingeweiht wurde der Kindergarten „St. Martin“ am 19. Oktober 1997.
„St. Martin“ bietet in zwei modernen und ansprechend gestalteten Gruppen, den dazu gehörenden und angrenzenden Spiel- und Turnflächen und einer großen Außenanlage, qualifizierte Betreuung und Förderung für die Kinder. In der „Pinguin-“ und der „Schneckengruppe“ versucht das Betreuungspersonal, ein Team von staatlich anerkannten Kinderpflegerinnen und Erzieherinnen, durch einfallsreiche Angebote die Kinder in vielen Bereichen des Lebens zu fördern, wie z.B. im Sozialverhalten, in der Zusammenarbeit und bei motorischen Fähigkeiten mit Entfaltung der Kreativität des einzelnen Kindes.


Kinderbetreuung wichtiger Standortfaktor
In vielen Fällen dürfen die Kommunen nur umsetzen - manchmal auch ausbaden - was auf Bundes- und Landesebene beschlossen wird. Es ist deshalb wichtig in den Bereichen, in denen die Gemeinden noch Entscheidungskompetenzen haben, die Entwicklungen sorgsam zu beobachten und zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Entscheidungen zu treffen. Einer dieser Bereiche ist das Kindergartenwesen. Zwar nimmt der Staat durch die Förderung des Personals (pro Kind statt pro Gruppe) und die Öffnung des Kindergartens bereits im ersten Lebensjahr weiterhin Einfluss, die Bedarfsplanung, also die Entscheidung, wie viele Kindergartenplätze errichtet werden liegt bei der Gemeinde.

Wir in der Gemeinde haben uns schon immer mit der aktuellen Entwicklung intensiv beschäftigt. Das hat sich bei der Errichtung des Kindergartens „St. Martin“ gezeigt. Auch heute beobachten wir aktuelle Entwicklungen sehr sorgfältig und reagieren darauf. Eine besondere Herausforderung war dabei der Bedarf an Kinderkrippenplätzen. Zunächst wurden die Kinderkrippen kritisch beäugt und nur in Anspruch genommen, wenn ansonsten keine Betreuung der Kinder gewährleistet war. Inzwischen kennen die Eltern die Kinderkrippen aus der Praxis und wissen die erzieherische Leistung, die vom Kindergartenpersonal erbracht wird, zu schätzen. Mit der Folge, dass die Anmeldequote stark angestiegen ist und zwei zusätzliche Kinderkrippen errichtet werden müssen.

Die Fördervoraussetzungen und das Raumkonzept sind mit der Regierung von Unterfranken und der staatlichen Fachstelle vorab beim Landratsamt Haßberge abgestimmt; der Notarvertrag für den Kauf des Pfarrhauses unterschriftsreif. Bevor der Förderantrag offiziell nach Würzburg geschickt wird, muss der Gemeinderat noch seine Zustimmung erteilen. Die Ausführungsplanungen und Ausschreibungen können dennoch weiter vorangetrieben werden. Die Auftragsvergaben können allerdings erst erfolgen, wenn auch die Genehmigung für den vorzeitigen Baubeginn von der Regierung von Unterfranken vorliegt.

Die guten Angebote an Kinderbetreuung, dazu zählen auch die offenen und gebundenen Ganztagesangebote in der Schule, sind ein wichtiger Standortfaktor für die Gemeinde. Junge Familien wissen dies zu schätzen.


Einladung zur Bürgerversammlung
Die diesjährige Bürgerversammlung der Gemeinde Sand a. Main findet am Mittwoch, 29. November, um 19 Uhr im Hotel Goger (Romantik-Saal) statt. Folgende Tagesordnungspunkte sind vorgesehen:
1. Kommunale Verkehrsüberwachung
2. Laufende Baumaßnahmen
3. Aktuelle Planungen
4. Sonstiges
5. Wünsche und Anträge
Selbstverständlich können auch Bürgerinnen und Bürger Anträge zur Bürgerversammlung stellen. Richten Sie diese bitte in mündlicher oder schriftlicher Form bis spätestens Freitag, 17. November 2017 an die Gemeindeverwaltung, z. Hd. Herrn Klauda, Tel. 82 22 21.
Zur diesjährigen Bürgerversammlung darf ich Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, herzlich einladen. Über Ihren Besuch würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Bernhard Ruß
1. Bürgermeister