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Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

in der Gemeinde wird derzeit umgesetzt, was im letzten Jahr beschlossen und in Auftrag gegeben wurde und in diesem Jahr bezahlt werden muss. Die größten Projekte sind dabei die Erschließung der „Unteren Länge“ einschließlich Kreisel für die Anbindung an die Staatsstraße und der barrierefreie Zugang zum Rathaus. Allein diese beiden Projekte schlagen mit rund zwei Millionen Euro zu Buche. Dazu kommt noch der Erwerb des Pfarrhauses mit rund 250.000 Euro. Insgesamt werden in diesem Jahr 4,8 Millionen Euro investiert. Der Haushalt 2017 ist deshalb alles andere als ein Sparhaushalt!
Dass diese Vorhaben nicht nur ohne Aufnahme von neuen Krediten finanziert werden können, sondern sogar eine Reduzierung der Schulden möglich ist, hängt nicht mit Rechentricks zusammen, wie von den Freien Sander Bürgern in einem Presseartikel vom März dieses Jahres behauptet wurde, sondern mit wirtschaftlichem Handeln und vorausschauendem Planen. Für die derzeitigen Vorhaben wurden rechtzeitig Rücklagen gebildet, die nun für diese Vorhaben abgeschmolzen werden. Es ist deshalb mehr als verständlich, dass die Rücklagen der Gemeinde von 3,5 Mio. auf rund 1,3 Mio. Euro abnehmen werden. Das war so geplant und müsste zumindest den Mitgliedern des Gemeinderates so bekannt sein. Vorhaben dieser Größenordnung kann die Gemeinde nun einmal nicht aus der Portokasse bezahlen.
Es ist auch nicht zu erwarten, dass die Gemeinde in eine finanzielle Schieflage geraten wird, wie Gemeinderat Robert Wagner prognostiziert. Deshalb sind seinen Ausführungen und seinem Antrag auf Ablehnung des Haushalts nicht einmal seine eigenen Parteifreunde im Gremium gefolgt. So hat Robert Wagner als einziger im Gemeinderat den Haushalt für 2017 abgelehnt. Robert Wagner warnt schon seit 20 Jahren vor dem finanziellen Kollaps der Gemeinde - und seit 20 Jahren ist dieser nicht eingetreten.
Er tritt schon deshalb nicht ein, weil der Gemeinderat Jahr für Jahr prüft, wie die finanzielle Situation der Gemeinde ist und danach entscheidet, welche Projekte umgesetzt werden. Ich sage dazu immer: „Wir fahren auf Sicht.“ So ist auch der Finanzplan der Gemeinde für die kommenden Jahre zu verstehen. Dort sind teilweise nötige, teilweise gewünschte Vorhaben aufgelistet. Es ist logisch und im Gemeinderat bekannt, dass diese Liste nicht 1:1 umgesetzt wird.

Baustellen erfordern Geduld
Von den großen Baumaßnahmen sind die Erschließungsarbeiten (Straße, Wasser, Kanal) in der „Unteren Länge“ abgeschlossen. Derzeit wird der Kreisel zur Anbindung der „Oberen“ und „Unteren Länge“ an die Staatsstraße errichtet. Dazu ist es erforderlich, dass die Staatsstraße halbseitig gesperrt wird. Diese Situation wird noch bis zum Herbst dieses Jahres andauern. Ich darf die Autofahrer so lange um Geduld bitten. Die Arbeiten in der „Unteren Länge“ sind bisher nach Plan gelaufen. Ich gehe davon aus, dass auch die Arbeiten am Kreisel zeit- und fachgerecht ausgeführt werden. Mit den Firmen Newo-Bau (Bernd Riedlmeier, Horhausen) und Dinkel (Haßfurt) sind zwei Firmen am Werk, die bisher eine sehr ordentliche Arbeit abgeliefert haben.
Eingegangen sind inzwischen einige Vorschläge zur Gestaltung des Kreisels. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken. Die öffentliche Diskussion, welches Aussehen der Kreisel erhalten soll, werden wir nach der Sommerpause führen.
Angelaufen sind die Arbeiten am barrierefreien Zugang für das Rathaus. Da neben einem höhengleichen Eingang zum Erdgeschoss und dem Einbau eines Aufzuges noch eine barrierefreie Toilettenanlage sowie ein EDV-Raum eingebaut werden, wird die Umbaumaßnahme noch bis Oktober dauern. Auch hier darf ich die Besucher des Rathauses um Geduld bitten. Der überwiegende Teil der Arbeiten wird in den Schulferien stattfinden, so dass sich die Beeinträchtigungen für Kinder und Lehrer in Grenzen halten werden.
Das Hauptaugenmerk vor der Sommerpause liegt auf der Planung für die Erweiterung der Kinderkrippe als Anbau zum bestehenden Pfarrhaus. Nach dem aktuellen Planungsstand können die im Pfarrhaus vorhandenen Zimmer für Funktionsräume ohne größeren Umbau genutzt werden. Bis zur Sommerpause wird der Architekt einen Planungsentwurf vorlegen, der im Bauausschuss diskutiert werden kann. Wegen des Kaufs des Pfarrhauses besteht mit der Kirchenverwaltung über Kaufpreis und -modalitäten Einverständnis. Gemeinderat und Kirchenrat haben einen Vertragsentwurf erarbeitet, der derzeit im Diözesanbüro in Würzburg zur Prüfung vorliegt. Wenn von dort grünes Licht kommt, kann der Notarvertrag demnächst unterzeichnet werden.
Auch wenn die Kosten für die Errichtung von zwei Kinderkrippen und dem damit verbundenen Umbau des Pfarrhauses noch nicht feststehen, so wird es sich dabei wieder um ein Millionenprojekt handeln, das im nächsten Jahr umgesetzt und bezahlt werden muss. Außerdem soll das Gewerbegebiet „Obere Länge“ erschlossen werden. Damit sind schon die wesentlichen Investitionen für 2018 vorgegeben.
Das Pensum der letzten Wochen mit den Planungen für die Erweiterung um zwei Kinderkrippen, den Abschluss der Verhandlungen mit der Kirchenverwaltung wegen des Erwerbs des Pfarrheims und die finanzielle Stabilisierung des 1. FC Sand (daran waren nicht nur der CSU-Vorsitzende Gerhard Zösch und seine Parteifreunde beteiligt) war enorm. Da hat niemand die Füße hochgelegt und es ruhig angehen lassen. In den nächsten Wochen stehen noch die Verhandlungen mit der Regierung von Unterfranken wegen der Zuschüsse für die Kinderkrippen, die detaillierte Planung der Kinderkippe, die Genehmigungsplanung und die Vorbereitung der Ausschreibung an. Es gibt also noch gut zu tun. Zum Ausruhen bleibt da wenig Zeit.

Ruhebank für die Steigerwaldstraße
Mehr Zeit zum Ausruhen haben da unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger. Allerdings benötigen sie dafür eine Sitzbank. Auf Bitten einer Bürgerin aus dem Johannissteig hat sich das Orga-Komitee Altmain-Weinfest bereit erklärt, eine Sitzbank in der Steigerwaldstraße zu stiften, die auf Höhe der Abzweigung Birkenweg - Albrecht-Söller-Straße aufgestellt werden soll. Die Bank hat das gleiche Aussehen wie verschiedene neue Bänke am Friedhof und im Kriegerdenkmal. Damit soll im Laufe der Zeit ein einheitliches Erscheinungsbild im Ort erreicht werden. Die Bank wird von den Sander Handwerkern Siegbert Hampel und Albin Thierstein gefertigt.

Schöne Ferien
Für die Meisten von uns beginnen die schönsten Wochen des Jahres: die Ferien- und Urlaubszeit. Zeit abzuschalten und Kräfte zu sammeln für den Alltag. Wer seinen Urlaub bei uns verbringt, dem wünsche ich schönes, sonniges Wetter. Wen es in die Ferne zieht, dem wünsche ich eine gute Reise, einen angenehmen Aufenthalt am Urlaubsort und eine sichere Heimkehr. Die schöpferische Pause können Sie sicher alle gut gebrauchen, damit Sie sich nach den Ferien mit neuem Elan wieder Ihren Arbeiten und Aufgaben zuwenden können.

Mit freundlichen Grüßen

Bernhard Ruß
1. Bürgermeister