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Gemeinde Sand fordert die Entschädigung für Beschädigung am Flurweg

Unter Punkt Anfragen und Verschiedenes informierte Bürgermeister Bernhard Ruß die Gemeinderatsmitglieder auch anhand der Kommentierung ausführlich über unberechtigte Nutzung und damit verbundenen Beschädigungen des Flurweges Nr. 561. Ruß führte zunächst an, dass die Gemeinde durch die Herren Mark Werner und Heinrich Schmitt über Fahrten der Fa. Dotterweich auf dem „Auweg“ im Wörther Flur informiert wurde. Daraufhin habe er, Ruß, am 13. März Anzeige bei der PI Haßfurt erstattet und die Wegebenutzung durch die Fa. SKD an das Bergamt Bayreuth gemeldet.
Das Bergamt sehe die Nutzung des Weges als eine privatrechtliche Angelegenheit zwischen der Gemeinde und der Fa. Dotterweich, wolle aber wegen einer reibungslosen Abwicklung der Kiesausbeute zwischen der Gemeinde und der Fa. SKD vermitteln, so Ruß in der Kommentierung zur Gemeinderatssitzung.
Am 14. März sprach Bgm. Ruß Herrn Fritz Dotterweich auf die Vorfälle an. Herr Dotterweich erklärte, für die Verfüllung sei die Nutzung des „Auweges“ nicht erforderlich. Sein Betriebsleiter vor Ort sei angewiesen gewesen, die Fahrer darauf hinzuweisen. Laut Bgm. Ruß sei mit Herrn Dotterweich vereinbart worden, die Straße entlang des Sees komplett zu reinigen. Der Bürgermeister erklärte weiter, dass wegen der widerrechtlichen Benutzung des Flurweges und der daraus resultierenden Schäden für Freitag, 17. März, ein Ortstermin vereinbart war.
Bei dem Ortstermin habe er, Ruß, Herrn Fritz Dotterweich Bilder gezeigt, die unmissverständlich beweisen, dass Fahrzeuge der Fa. SKD den Weg benutzt haben. Zudem befuhr ein Radlader zum Einschieben des Verfüllmaterials ebenfalls den Weg. Bgm. Ruß kritisierte beim Ortstermin, dass durch die widerrechtliche Benutzung die Wege nicht nur sehr stark verschmutzt, sondern auch die Randbereiche des Flurweges beschädigt würden. Die zugesagte Reinigung habe wenig Wirkung gebracht und sei kaum zu erkennen gewesen. Der Bürgermeister habe weiter moniert, dass ein defekter Bagger seit Monaten neben dem Flurweg steht. Um diesen Bagger zu umfahren, hätten die Lkw im vergangenen Dezember ebenfalls den Flurweg genutzt.
Bernhard Ruß zitierte im Gemeinderat aus der Vereinbarung zwischen der Gemeinde und der Fa. Dotterweich: „Die Gemeinde kann im Einzelfall eine Sondergenehmigung erteilen. Diese Genehmigungen sind jedoch mit der Auflage verbunden, dass die bei dieser Nutzung entstehende Schäden ersetzt werden müssen.“ Hätte sich Herr Dotterweich daran gehalten, hätte man sich Ärger ersparen können, so Ruß.
Zwischenzeitlich habe sich Herr Dotterweich für das Verhalten seiner Fahrer entschuldigt. Er werde dafür sorgen, dass der Weg ordentlich gereinigt wird. Außerdem werde er die geschotterte Fahrspur entlang des Weges wieder in Ordnung bringen bzw. weiter verlängern lassen, so dass eine Benutzung des Flurweges nicht mehr erforderlich ist. Den defekten Bagger werde er entfernen lassen.
Bürgermeister Ruß kündigte an, nach einer ordentlichen Reinigung des Weges eine erneute Schadensaufnahme zu machen. Auch habe er bereits beim Ortstermin weitere Zahlungsforderungen gegenüber der Fa. SKD angekündigt.
Die mit den Gemeinderäten abgestimmte weitere Vorgehensweise der Gemeinde Sand sieht folgende Punkte vor: Die Fa. SKD sorgt für eine ordentliche Reinigung des Flurweges. Nach der Reinigung wird eine Feststellung weiterer Beschädigungen vorgenommen. Die Gemeinde meldet bereits vorab Entschädigungsforderungen an. Die geschotterte Fahrbahn neben dem Flurweg soll erneuert bzw. verlängert werden, so dass das Befahren des Flurweges nicht mehr erforderlich wird.